Birgit Vanderbeke geboren 1956 in Dahme/Mark, lebt im Süden Frankreichs. Sie wurde 1990 für die Erzählung Das Muschelessen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. 1999 erhielt sie den Solothurner Literaturpreis für ihr erzählerisches Gesamtwerk, 2002 wurde ihr der Hans-Fallada-Preis verliehen. Ihr Bestseller Alberta empfängt einen Liebhaber wurde in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien im S. Fischer Verlag Sweet Sixteen.
Birgit Vanderbeke»Ich bin ganz, ganz tot, in vier Wochen«Bettel- und Brandbriefe berühmter Schriftsteller |
Über das Buch
»Ja kann man denn davon leben?«
Die aberwitzigsten stammen von Dostojewski, ein untertäniger von Schiller, die schönsten von Else Lasker-Schüler, grausige schrieb Joseph Roth, Heinrich Heine professionelle, tragikomische finden sich bei Liliencron, Kafka war in dieser Beziehung sehr diskret. Hölderlin voller Skrupel und Joyce natürlich ironisch: Wo die Freiheit der »freien« Schriftsteller aufhört, fangen die »Brandbriefe« an. Sie handeln von chronischer oder sporadischer Geldnot, von Publikationsverbot und Zensur, vom Exil und von klammen Fingern in ungeheizten Stuben und akuten Notrufen im Internet – und von den höchst individuellen, oft anarchischen Strategien der Autoren. Die Herausgeberin hat Briefe aus drei Jahrhunderten gesammelt und kommentiert und gibt auch einen kleinen Hinweis für die Lektüre: »Wer etwa annähme, dass in jedem Falle die Tonlage eines Briefes die Notlage des Verfassers genauestens abbildete, der könnte sich – so oder so – geirrt haben.«
Das Buch ist die erweiterte und überarbeitet Neuausgabe des Titels 'Fresse schon meine Fingerspitzen wie Spargelköpfe', erschienen im Luchterhand Literaturverlag.
Über die Autorin
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Pressestimmen
»Ein literarisches Vergnügen«»Armut und Not haben Autoren selten daran gehindert, gut und pointiert zu schreiben. Im Gegenteil, wo es ums Überleben geht, sind sie hellwach und bei der Sache, da setzen sie alle ihre rhetorischen und literarischen Künste ein. Daher sind die meisten dieser Briefe sprühend und fesselnd, einige erschütternd. [Es] fällt auf, dass zahlreiche Autoren sich auch in der Not nicht ganz ernst nahmen und ihre schlimme Lage mit Witz und Ironie schilderten.« Hamburger Sonntagsblatt
»All das hat Birgit Vanderbeke in dem wunderbaren Bändchen ... zusammengestellt. Und ebenso kundig wie mitfühlend mit Vorwort und Kommentaren bedacht.« NRZ


